Ziel

Ga₂O₃ ist ein Halbleiter mit extrem großer Bandlücke und großem Anwendungspotenzial. Die berührungslose Charakterisierung defektbedingter Übergänge mit hoher Empfindlichkeit stellt nach wie vor eine Herausforderung dar.

Lösung

Die berührungslose Oberflächen-Photospannungsspektroskopie (SPV) im Gleichstrom- (Kelvin-Sonde, direkte Messung der Kontaktpotentialdifferenz, DCPD) und im Wechselstrommodus (moduliertes Regime) liefert Informationen über Übergangsenergien und die Richtung der Ladungstrennung in einem breiten Spektralbereich vom nahen Infrarot (< 0,5 eV) bis zum tiefen Ultraviolett (> 6 eV) bei hoher Empfindlichkeit. Darüber hinaus kann dieselbe perforierte Elektrode mit einem Ladungsverstärker für Messungen im Gleichstrom- und Wechselstrommodus verwendet werden (Abbildung 1).

Anwendungsbeispiel

Abbildung 2 zeigt ein Beispiel für die Messung eines (negativen) DCPD-Spektrums und des Spektrums der modulierten SPV-Amplitude (in logarithmischer Skala) an derselben Stelle eines b-Ga₂O₃-Kristalls. Übergänge an der Bandlücke von b-Ga₂O₃ bei 4,8 eV und Defektübergänge bei 1,6, 2,3, 3,2, 4,0, 4,4 und 4,6 eV sind gut zu unterscheiden, während die Empfindlichkeiten für Messungen im Gleichstrom- und Wechselstrommodus für verschiedene Übergänge recht unterschiedlich sein können.

Referenzen

[1] Th. Dittrich, S. Fengler, N. Nickel, „Oberflächen-Photospannungsspektroskopie über weite Zeitbereiche für Halbleiter mit extrem großer Bandlücke: Beispiel Galliumoxid“, Phys. Stat. Sol. A 11 (2021) 2100176.


Verknüpfte Branchen und Applikationen: Epitaxieschichten und dünne Filme


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